Die Geschichte

Ein Blick zurück:

2003 nahmen Andreas Wittwer und Urs Dietler als Mitglieder des Wasserfahrvereins Freiheit an einem Brauseminar teil. Dieses hinterliess bei den beiden einen so starken Eindruck, dass sie sich entschlossen eine eigene Hobbybrauerei aufzubauen. Da sich beide mit ihren Unternehmungen auf dem Areal der früheren Gurten-Brauerei in Wabern eingemietet hatten, war der Ort für eine künftige Brauerei gegeben. Als Brauereilokal wurde das ehemalige Waschhaus gewählt.

Obwohl ihnen das Gebäude nur provisorisch zur Nutzung zugesichert wurde, entschloss sich Andreas Wittwer, mit dem Bau der Braubehälter den Startschuss für die Brauerei zu geben. Mit diversem Altmetall wie Rohren, Behältern und Fässern aus Chromstahl und Kupfer, die er in der alten Gurten-Brauerei gefunden und vorsorglich beiseite gelegt hatte, konstruierte er die Brauanlage. Urs Dietler, Sanitärplaner und -installateur, sorgte dafür, dass die komplette Wasser- und Heizungsinstallation auf den neusten Stand gebracht wurde. Um die Brauanlage und Lüftung installieren zu können, mussten umfassende Änderungen im Waschhaus vorgenommen werden. In der ehemaligen Waschküche wurden Boden- und Wandplatten verlegt. Mit der Unterstützung von Freunden und Vereinskollegen wurden im ehemaligen Trocknungsraum Wände und Holzdecke abgeändert und neu gestrichen. Damit auch das Dachgeschoss genutzt werden konnte, wurde die alte Holztreppe aus dem „Schlössli“ (Wohnhaus des ehemaligen Direktors) angepasst und eingebaut.

So wurde mit viel Aufwand und Sorgfalt das ehemalige Waschhaus in eine Brauerei umgebaut. Endlich konnte auch ein Name gefunden werden: Nach Dutzenden von Vorschlägen lieferte Yvonne Wittwer die kreativste Idee: „Wabräu“ sollte die Brauerei von nun an heissen, das Bräu aus Wabern.
Ihr erstes Bier brauten Andreas Wittwer und Urs Dietler am 08. Februar 2004. Dieses wurde nach einem nicht enden wollenden Monat Lagerzeit zusammen mit geladenen Gästen degustiert. Trotz einiger Skepsis fand das erste selbstgebraute Bier Gefallen. Auf der Suche nach ihrem persönlichen Bier entwickelten die Brauer ihr Bierrezept nach jedem Sud weiter. Viele Degustationen führten schlussendlich zu den Wabräu-Bieren, wie wir sie heute kennen.

Gleichzeitig wurden das 1. Obergeschoss und das Dachgeschoss der Brauerei mit Überbleibseln der ehemaligen Gurtenbrauerei dekoriert mit dem Ziel, zukünftig Bierliebhaber in einem angenehmen Rahmen bewirten zu können. Das Lokal wurde nach und nach zu einem kleinen Museum. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Team nur aus den beiden Hobby-Brauern Andreas Wittwer und Urs Dietler, die von Yvonne Wittwer, Raphael Ernst und François Bulloz unterstützt wurden.

Da die beiden Gründer der Brauerei Wabräu als selbständige Unternehmer nebst dem Bierbrauen auch noch ihre Firmen zu führen hatten und dadurch auch mal an die Grenzen der Belastung kamen, wurde die Wabräu-Produktion von Juli 2005 bis Februar 2006 eingestellt. Leider trat auch Urs Dietler aus dem Biergeschäft aus. Andreas Wittwer suchte nach neuen Brauern, die mit ihm das Projekt Wabräu weiterziehen wollten. Unterstützung fand er in seinem Bruder Christoph Wittwer und in Simon Burger. Diese beiden arbeiteten intensiv auf eine Öffnung des Lokals hin. Nach einigen Braugehilfen-Einsätzen konnte sich auch Andreas Arnold für das Bierbrauen begeistern. Simone Moser übernahm zusammen mit Yvonne Wittwer die administrativen Arbeiten rund um die Brauerei Wabräu.

Im November 2006 führte die Brauerei Wabräu erstmals einen Frytig-Schoppe durch, mit durchschlagendem Erfolg. Der Anlass wird seither einmal pro Monat durchgeführt. Ab Frühling 2010 wurde das Lokal an allen übrigen Freitagen für ein kürzeres Fyrabe-Bier geöffnet. Mit der steigenden Bekanntheit erhöhte sich die Bierproduktion. Mit dem Aufwand wuchs aber auch das Team: Nadine Degen, Lucien Vetter, Peter Bolzli, Christian Moser und Roland Maron fanden den Weg ins Wabräu-Team.

Im Juni 2012 wurde die einfache Gesellschaft Brauerei Wabräu rückwirkend per 01.01.2012 in die Brauerei WABRÄU GmbH mit 7 Gesellschaftern umgewandelt.

Wabräu ist auch heute noch ein reiner Hobbybetrieb. Die Teammitglieder sind stetig bestrebt, ausgezeichnete Qualität zu produzieren und die Gasthausbrauerei auf eine authentische Art weiterzuentwickeln. Dies wäre nicht möglich ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Die Brauerei Wabräu dankt folgenden Personen, die mit ihrer Hilfe dazu beigetragen haben, dass die Brauerei zu dem wurde, was sie heute ist:

Andreas Wittwer, Urs Dietler, François Bulloz, Raphael Ernst, Yvonne Wittwer, Christoph Wittwer, Simon Burger, Andreas Arnold, Simone Moser-Wittwer, Nadine Degen, Lucien Vetter, Peter Bolzli, Christian Moser, Roland Maron, Silvan Zurbriggen, sowie allen Helferinnen und Helfern.